Die wichtigste technische Voraussetzung für den digitalen Unterricht ist das schuleigenes W-LAN.

Da stellt sich die Frage, wie kommt das W-LAN in das Klassenzimmer? Na klar, über den Digitalpakt. Doch aufgepasst. Anders als beim Netz in den eigenen vier Wänden sind die Anforderungen an ein Schulnetz wesentlich anspruchsvoller. Allem voran wird eine ausreichende Bandbreite benötigt. Als Richtwert ist ein Durchschnittswert von 0,5 Mbit/sec pro Schüler empfohlen. Damit lassen sich pünktlich zum Unterrichtsbeginn Videos ruckelfrei streamen (2,4 Mbit/sec.), auch während zeitgleich im Klassenraum nebenan im Internet recherchiert wird. Skaliert man den empfohlenen Wert hoch auf 500 Schülern, ergibt sich eine Mindestbandbreite von 250 Mbit/sec. Ein Wert, der sich ohne Glasfaseranschluss nur schwer realisieren lässt.

Aus der Praxis ergeben sich zusätzliche Anforderungen. Zum einen muss das Schulnetz sowohl den Jugendschutz als auch die Sicherheit der hoch sensiblen Schülerdaten gewährleisten. Das leisten Netzwerklösungen für Schulen sehr zuverlässig. Starke Unterschiede gibt es hingegen bei der Einbindung von Privatgeräten in das W-LAN. Hier kann es mitunter böse Überraschungen geben, weil insbesondere bei älteren Systemen Privatgeräte noch einzeln per Hand eingepflegt werden müssen.

Sind die Klassenräume der Schule einmal vernetzt, lohnt es sich über Lösungen für den Unterricht außerhalb des Klassenzimmers nachzudenken. Hier bieten mobile W-LAN Router die Möglichkeit auch an außerschulische Lernorten ein geschütztes Netz breitzustellen. Sie sind wie ein Handy mit einer SIM-Karte und stellen eine Verbindung mit dem Internet über das Mobilfunknetz her. In der Regel reicht die Bandbreite der gängigen Geräte um eine Klasse mit 30 Schüler zu versorgen. Doch aufgepasst! Während neuere Router-Modelle in der Regel 32 und mehr Endgeräte versorgen können sind ältere Modelle häufig auf 16 Endgeräte beschränkt. Auch bei der Spannungsversorgung gibt es Unterschiede. So gibt es ab 2019 mobile Router mit Akku-Versorgung auf dem Markt, die mehrere Stunden fernab der Steckdose funktionieren.

Tipp: Ob die Bandbreite des Schul W-LAN ausreicht lässt sich mit der kostenfreien Basis-Lizenz über BYOD unmittelbar testen.