Unser Smartphone ist zu einem treuen Begleiter in unserem Alltag geworden. Wussten Sie, dass unser Multitalent aus ca. 60 unterschiedlichen Stoffen besteht? Zu diesen Stoffen zählen unter anderem Kunststoffe, Kupfer, Kobalt, Silizium, Keramik und Glas. Dadurch, dass viele ihr Smartphone nur eine verhältnismäßig kurze Zeit nutzen und sich ein neues Gerät kaufen, steigt der Verbrauch dieser Ressourcen jährlich an. Dies ist jedoch problematisch, da durch den erhöhten Bedarf die Reserven der Erde aufgebraucht werden, welche seit Millionen von Jahren durch natürliche Weise gespeichert wurden. 

Damit Sie sicherstellen können, dass Sie Ihr Smartphone über mehrere Jahre verwenden können und so einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, gibt es glücklicherweise ein paar Maßnahmen, mit denen Sie Ihrem treuen Begleiter ein langes “Leben” ermöglichen. Das ist nicht nur gut für unsere Umwelt, sondern auch für Ihren Geldbeutel.

Einfluss von extremen Temperaturen vermeiden

Durch direkte Sonneneinstrahlung und/oder erhöhte Temperaturen können einzelne Bauteile des Handys beschädigt werden. Das führt nicht direkt dazu, dass Sie Ihr Handy nicht mehr verwenden können aber es kann dennoch einen bedeutenden Einfluss auf die “Lebensdauer” haben wie beispielsweise die Akkulaufzeit und die Funktionstüchtigkeit der Batterie. Falls es schon zu einer Erhitzung Ihres Geräts gekommen ist, dann sollten Sie es unbedingt direkt ausschalten und langsam abkühlen lassen. Zum Abkühlen legen Sie es nicht in den Kühlschrank oder in das Eisfach. Denn dort bildet sich Kondensationswasser auf dem Gerät und die Feuchtigkeit kann in das Gerät gelangen und es zusätzlich schädigen. Um einen Hitzestau zu vermeiden hilft es ebenfalls die Handyhülle (vor allem wenn diese eine dunkle Farbe aufweist) zu entfernen und das Handy an einen sonnengeschützten Platz zu legen. Genau wie bei erhöhten Temperaturen sind die Mehrzahl der Smartphones nicht für extrem kalte Temperaturen ausgelegt. Auch hier kann es zu gravierenden Schäden der einzelnen Bauteile wie beispielsweise des Displays kommen. Es gilt auch hier; Handy wenn möglich ausschalten.

Schutzhülle und Displayschutzfolie verwenden

Damit Sie Ihr Handy zusätzlich schützen können sollten Sie eine Handyschutzhülle und eine Displayfolie verwenden. Auch wenn es äußerlich nicht im ersten Moment wahrzunehmen ist, kann jeder noch so unspektakuläre Sturz die Funktionsfähigkeit des Handys beeinträchtigen. Daher trotz Schutzhülle und Displayfolie immer sorgsam mit dem Gerät umgehen. Zusätzlich können Sie einen Staubschutz für Öffnung wie z. B. Ladeöffnung verwenden. So verhindern Sie, dass durch das Absetzen von Staub oder anderen Dreckpartikel das Aufladen behindert wird.

Prozentangabe des Akkus beachten

Achten Sie darauf, das Handy nicht zu voll aufzuladen: Denn ein dauerhaft hoher Ladezustand schadet die Lithium-Ionen-Batterie. Ein konstanter Ladezustand zwischen 30 und 70 Prozent verlängert die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterie. Falls die Batterie (oder das gesamte Smartphone) gelagert werden soll, wird empfohlen, die Batterie auf etwa 40-60 % ihrer Kapazität aufzuladen und sie bei Temperaturen zwischen 0 und 15 Grad zu lagern.

Smartphone-Hygiene beachten

Achten Sie beim Reinigen des Displays darauf, keine aggressiven Reinigungsprodukte zu verwenden. Denn dies kann die Funktion des Touchscreens auf Dauer schädigen. Mithilfe eines Zahnstochers und Wattestäbchens sind selbst schwierige Bereiche zugänglich. Dabei dürfen Sie niemals Wasser verwenden! Zum Schutz der Anschlüsse können spezielle Abdeckungen verwendet werden. Zudem ist es wichtig, für den Erhalt Ihrer Batterie den Ladeanschluss des Ladekabels regelmäßig zu reinigen. Durch Stäube und anderen Dreckpartikel kann nämlich das Aufladen behindert werden.

Richtiger Umgang bei einem Wasserschaden

Entscheidend ist nun, einen durch das Eindringen von Wasser drohenden Kurzschluss zu verhindern. Deshalb ist es unerlässlich, das Smartphone sofort auszuschalten und (wenn möglich) den Akku aus dem Gerät zu entfernen. Gleiches muss für die SIM-Karte und alle anderen herausnehmbaren technischen Komponenten wie z. B. die Speicherkarte beachtet werden. Danach sollte die äußere Feuchtigkeit mit einem Stück Küchenrolle entfernt werden. Achten Sie beim Abtrocknen auf schonende Tupfbewegungen, denn so können Sie weitere mögliche Schäden an einzelnen Komponenten vermeiden. Daraufhin sollten Sie Ihr Smartphone in eine Schale oder Tüte voll Reis legen und dort 2-3 Tage trocknen lassen. Reis besitzt die Eigenschaft, Flüssigkeiten aufzunehmen, und kann so das Smartphone entfeuchten. Nach 2-3 Tagen können Sie Ihr Smartphone erneut einschalten und die Funktionstüchtigkeit testen. Machen Sie unbedingt ein Backup Ihrer Daten, denn oftmals können Wasserschäden erst nach einigen Tagen durch zur gänzlichen Funktionslosigkeit führen. Es ist zudem ratsam, sich an eine*n Expertin*Experten zu wenden.

Richtiger Umgang bei einem Defekt

Auf der Seite von kaputt.de finden Sie zu diesen Themen viele wertvolle Informationen. So können Sie Ihr Handy selbstständig oder von einer*einem Expertin*Experten reparieren lassen.